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Joshofen hofft auf Anschluss

Wer in Joshofen wohnt, ist nicht an die städtische Gasversorgung angeschlossen. Doch laut Ortssprecher Josef Borgsmüller wünschen sich die Anwohner endlich eine Leitung unter der Donau, um ihre Häuser mit Gas beheizen zu können. Schriftlich hätten 35 Bürger ihr Interesse bekundet. Auch die Fernwärme, die bereits die neuen Häuser am Goldanger versorgt, würde einige Joshofener interessieren. Grund genug für Borgsmüller im Werkausschuss am Dienstagabend nachzufragen, was und wie weit denn die Pläne der Stadtwerke sind.

Die haben zwar bereits 320 000 Euro in ihrem Haushaltsplan für 2011 eingeplant, um damit eine mögliche Leitung unter dem Flussbett der Donau zu finanzieren. Doch bevor überhaupt irgendetwas in Angriff genommen werden kann, gilt es einige Hürden zu nehmen.

In den nächsten vier Wochen soll zunächst ein geologisches Gutachten die Erdbeschaffenheit des Flussbettes klären. Davon abhängig ist nämlich die Art der Bohrung und somit auch die Kosten dafür. "Die Joshofener müssen sich darauf einstellen, dass sie sich daran beteiligen müssen", sagte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Mit wie viel das pro Haushalt zu Buche schlagen wird, ist allerdings noch offen.

"Die Joshofener wollen wissen, wie lange das alles ungefähr dauert und auch für unser Neubaugebiet wären diese Anschlüsse wichtig", betonte Josef Borgsmüller nochmals.

Sollte tatsächlich Gas nach Joshofen gelegt werden, wird es vermutlich zwei Rohre brauchen. Denn neben Strom und einer neuen Wasserleitung soll eventuell auch ein Glasfaserkabel verlegt werden. Doch alles zusammen würde einen wesentlich größeren Durchmesser der Querung erfordern. Zudem ist für die Maßnahme eine Vielzahl an behördlichen Genehmigungen notwendig, die Zeit in Anspruch nehmen. Dann erst können die Stadtwerke eine Ausschreibung formulieren und den Auftrag vergeben. In Sachen Fernwärme gestaltet sich die Versorgung vermutlich noch schwieriger. Bisher ist Joshofen in dem bisher entworfenen Versorgungsnetz nicht aufgenommen. "Da stehen wir also ganz am Anfang", sagt Manfred Rößle vom f10. Es sei allerdings zu prüfen, ob sich die Investition nicht lohnen würde. "Im Gegensatz zu Gas haben wir bei Fernwärme die Sicherheit, dass die Joshofener dann auch Kunden der Stadtwerke bleiben", sagte OB Gmehling. Denn wenn die Stadtwerke die Gasleitungen baut, heißt das nicht, dass die Haushalte das Gas auch von den Stadtwerken beziehen müssen.

Quelle: Neuburger Rundschau / Barbara Feneberg


Veröffentlicht
19:12:00 25.01.2011
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