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05.10.2011 23:39:00 |
Erfolgreiche Großübung mit fünf Stadtteilwehren in Joshofen
Das Sirenengeheul der Feuerwehr hat einen hohen Wiedererkennungswert. Man hört es – Gott sei Dank – viel seltener als den Handy-Klingelton. Wenn es aber ert5önt, dann fährt einem der Schrecken in alle Glieder. So wie gleich zweimal am vergangenen langen Wochenende in Neuburgs nördlichen Stadtteilen. Am Samstagvormittag war es beim vierjährlichen Probealarm und am Sonntagabend bei der Alarmierung zur Großübung. Dabei demonstrierten im Rahmen der Brandschutzwochen fünf Feuerwehren bei einem Szenario in Joshofen ihr Zusammenspiel.Rund 80 Wehrfrauen und -männer brausten wenige Minuten nach Alarmierung an die fiktive Brandstelle, den Bauernhof der Famiie Burghart. Erwartet wurden die Ehrenamtlichen vom Übungsbeobachter Kreisbrandrat Erwin Pfleger. Ortskommandant Jürgen Kornreiter koordinierte als Übungsleiter den Ablauf und dessen Helfer teilten den Stadtteilwehren die erforderlichen Aufgaben zu.
Neben den Floriansjüngern aus Joshofen, Ried, Gietlhausen, Bergen und Bittenbrunn war die Besatzung vom Sonderfahrzeug Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung aus Neuburg dabei. Erste Wehr am Übungsbrandobjekt war freilich die aus Joshofen. Dann trappelten Stiefel über die Straßen und den Hof, Kommandos hallten. Zuerst war das Aufbauen einer Wasserversorgung ab einem Überflurhydranten angesagt. Doch damit nicht genug, denn laut Übungsplan handelte es sich um einen Großbrand. Kornreiter hatte weitere Wasserentnahmen aus dem rund 400 Meter entfernten Joshofener See, einem Löschweiher nahe vom Burghart-Anwesen sowie einem Unterflurhydranten angeordnet. Insgesamt wurden rund 1000 Meter Schläuche, die 15 Strahlrohe mit dem Löschwaser versorgten, aufgebaut. Ergänzend gefordert waren Feuerwehrmänner mit Atemschutz, die im Stadel zwei vermisste Personen suchten. Die waren schnell gefunden und ins Freie gebracht.
Nach rund 30 Minuten gab Jürgen Kornreiter den Befehl „Wasser halt, die Übung ist beendet“. Kreisbrandrat Erwin Pfleger hatte die Demonstration von gut ausgebildeten Gruppen sowie der reibungslosen Zusammenarbeit der verschieden ausgerüsteten Wehren gefallen. Es faszinierte auch die Zuschauer aus Joshofen, wie gut organisiert diese Großübung ablief. Eine ähnliche Situation wäre im Ernstfall sicher schnell unter Kontrolle gewesen.
Während die Schaulustigen ihr Zuhause ansteuerten, trafen sich die Teilnehmer im Feuerwehrhaus zu einem Kameradschaftsabend.
Quelle: Neuburger Rundschau