Aktuelles > Nachrichten > Großer Tag für die Joshofener Feuerwehr

09.05.2010 10:16:59 |
Für die Floriansjünger und die Bürger von Joshofen war der Samstag ein Freudentag, für die städtischen Vertreter alles andere als ein Pflichttermin. Schließlich zeigt sich das neue Feuerwehrgerätehaus mit integriertem Jugendraum nicht nur zweckmäßig, es fügt sich auch gut ins Ortsbild ein. Als Pfarrer Andreas Kiermaier nach der musikalischen Einstimmung der Blaskapelle Bergen das Gebäude segnete und damit das christliche Bekenntnis der Wehrmänner zum Ausdruck brachte, gab es nur zufriedene Gesichter bei den Festgästen - unter ihnen auch Kreisbrandrat Erwin Pfleger und Stadtbrandinspektor Christian Braun. Vergessen war, dass dem Projekt ein langer und anfangs steiniger Weg beschieden war.

Erst nach einer Bürgerversammlung war es gelungen, eine akzeptable Lösung für den Standort zu finden. Doch davon war bei der Einweihungsfeier nur kurz die Rede. Im Mittelpunkt stand vielmehr, was die Stadtteilwehr mit großem Engagement und mit Gemeinsinn vollbracht hat: Rund 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden, geleistet von 60 Personen der verschiedenen Generationen, sind für die Chronik festgehalten. Mit jeweils rund 500 erbrachten Arbeitsstunden gelten Helmut Lautner, Leo Golling und Markus Lautner neben Architekt und Bauleiter Hubert Hartmann mit als die Väter des Erfolges. Kleine Präsente waren der verdiente Lohn für den Einsatz des arbeitsfreudigen Trios.

Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling würdigte neben dem Zusammenhalt der Ortsgemeinschaft auch das stete Bemühen um Einhaltung des Kostenrahmens. "Eine echte Punktlandung", so der OB. Abzüglich des vom Freistaat gewährten Zuschusses in Höhe von 40 000 Euro sieht sich der städtische Haushalt mit gerade mal 200 000 Euro belastet. Da es auch den Schutz der Bürger sichere, mache das neue Feuerwehrhaus den Stadtteil um etliches reicher, so Gmehling. Sein Dank galt auch Ortssprecher Alfons Borgsmüller für dessen stets höchsten Einsatz.

Als gute Investition bezeichnete Stadtrat und Feuerwehrreferent Hans Mayr den Neubau. Feuerwehren würden nicht nur als Helfer und Retter gelten, sie stünden vielmehr auch in einer sozialpolitischen Funktion, indem sie Jugendlichen und der Bevölkerung eine Heimat geben. "Feuerwehren auf dem Land haben eine Streetworkerfunktion", bestätigte Hans Mayr die Meinung seiner Stadtratskollegen über alle Parteigrenzen hinweg. Dank engagierter Eigenleistung habe die Stadt in den vergangenen Jahren 15 Feuerwehrgerätehäuser errichten können. Das nächste Projekt wird laut Mayr demnächst im Stadtteil Bergen in Angriff genommen.

Kommandant Jürgen Kornreiter ließ noch einmal die im Juli 2008 mit dem Spatenstich begonnene Bauzeit Revue passieren. Vor 13 Jahren sei man erstmals an die Stadt bezüglich des dringend notwendigen Neubaues herangetreten. "Ab jetzt ist eine schnelle und fachgerechte Hilfe gewährleistet", versicherten Kommandant und Vorsitzender Hans Margraf unisono.

Da OB Gmehling im Neubau eine Figur des Schutzpatrons vermisste und deshalb zu dessen Anschaffung einen Scheck überreichte, gab es eine Überraschung der örtlichen Vereine: Sportlerchef Eduard Lödl als deren Sprecher übergab einen Heiligen Florian. Namens der Jugend bedankte sich Bastian Glötzinger für die zur Verfügung gestellte Räumlichkeit.

Einweihung Feuerwehrhaus

Quelle: Neuburger Rundschau